Unsere Hostagärtnerei



Hosta 'June Fever' in einem Kundengarten


Herkunft und Geschichte

Früher zählte man Hosta zu den Liliengewächsen (Liliaceae), die sich durch parallelnervige Blätter auszeichnen. Inzwischen wurden die Hosta in eine eigene Familie, die Hostacaea eingeteilt. Es handelt sich um winterharte, überwiegend horstartig aus einem fleischigen Wurzelstock wachsende Stauden mit einem starken und dichten Wurzelsystem.

Hosta stammen aus Asien (China, Japan und Korea) wo man ca. 50 verschiedene Arten in der Natur findet. Die Pflanzen haben also in Mitteleuropa annähernd das gleiche Klima wie in Asien, nämlich warme regenreiche Sommer und kalte Winter. Dies ist mit ein Grund weshalb man Hosta in unseren Gärten so erfolgreich einsetzen kann.

Die ersten Funkien kamen mit Pflanzensammlern und Ärzten vor ca. 200 Jahren nach Europa, namentlich die Lilienfunkie  (H. plantaginea), die große Blaublattfunkie (H. sieboldiana) und die Glockenfunkie (H. ventricosa). Sie hießen zuerst  "Pariser Hemerocallis", später "Funkia", nach einem Botaniker aus Oberfranken der allerdings sich nicht mit Hosta  beschäftigte. Um 1900 bekamen die Pflanzen ihren endgültigen botanischen Namen "Hosta".

Da Funkien sehr veränderliche Pflanzen sind gibt es schon in der Natur sich spontan verändernde Pflanzen, im Hostajargon ein sogenannter "Sport". Weiterhin kann der Gärtner durch Kreuzung verschiedener Sorten und die Auswahl  auffallender Sämlinge neue Blatt-, Wuchs- und Blütenformen erreichen. So lässt sich die unüberschaubare Zahl von Sorten erklären (derzeit an die 10.000).

Der große Aufschwung der Hosta als Gartenpflanzen begann um 1960 in England und Amerika, wo sich verschiedene Züchter den Hosta verschrieben haben. Es entstanden in kurzer Zeit neue Sorten in unüberschaubarer Fülle. Fast nichts ist undenkbar.

An diesem Punkt noch eine "Warnung" vorneweg:
Vorsicht! Wenn Sie im Baumarkt immer eine extra Runde drehen, um bei den Stauden evtl. eine falsch bezeichnete, preiswerte Hosta zu entdecken, das Gemüsebeet immer kleiner wird, auf der Terrasse kaum mehr eine Sitzgelegenheit  vorhanden ist, dann hat es Sie wohl schon erwischt: Hostasucht im Anfangsstadium!

Sie sind aber nicht alleine, hier wird Ihnen geholfen. Zur Zeit haben wir ca. 600 Sorten in Kultur, Tendenz weiter steigend. Um die 300 Sorten finden Sie im Hostashop. Sollten Sie eine gewünschte Sorte bei uns nicht finden, fragen sie bitte einfach nach. Wir haben immer Sorten und  Neuheiten da, welche nicht auf der offiziellen Liste erscheinen, oder können Ihnen die gewünschte Sorte eventuell  besorgen.

 

Überblick über die HostaGärtnerei

Die Fläche der Gärtnerei liegt auf 524 m fast direkt am Ufer des bayerischen Meeres.

Wir kultivieren die Pflanzen hier ausschließlich im Freiland. So sind unsere Hostas durch das rauhe Klima am Alpenrand perfekt abgehärtet. Zwar mögen manche Pflanzen durch die Wettereinflüsse gegen Ende der Saison auch etwas gebeutelt ausschauen und nicht wie die Hochglanzstauden in den einschlägigen Baumärkten, jedoch steht hier ganz klar die Kultivierung von vitalen und gesunden Pflanzen im Vordergrund. Schließlich sollen die Hostas bei Ihnen im Garten nicht rückwärts sondern vorwärts wachsen.

Seit Jahren wachsen die Hostas in einem Bio-Substrat der Firma Ökohum, der sogenannten Staudenerde. Dieses Substrat zeichnet sich durch eine hohe Standfestigkeit, Durchlässigkeit und gleichzeitig gute Wasserspeicherfähigkeit aus. Das zeigen die Pflanzen durch ein hervorragendes Wurzelbild:

Im Sommer werden die Pflanzen durch ein 45 % schattierendes Gewebe vor übermäßig stechender Sonne geschützt. Jedoch erhalten die Hostas am Morgen und Nachmittag auch direkte Sonne. Die fördert die Ausbildung einer festen Blattstruktur.

Bewässert wird meist überkopf mit Wasser aus einem eigenen Brunnen, wenn es lange trocken und heiß ist von Hand mit dem Giesstab. Das Wasser ist ziemlich kalk- und eisenhaltig, was im Laufe des Sommers zu Kalkflecken auf den Blättern führen kann. Es handelt sich hierbei also nicht um irgendwelche Spritzmittel, was manche Kunden schon vermutet haben. 

Zur Überwinterung werden die Pflanzen mit einem kräftigen weißen Geotextivlies abgedeckt. Dies geschieht nicht aus Frostgründen (Hostas sind winterhart bis – 28°C) sondern um mehrmaliges Einfrieren und Auftauen zu verhindern. Das weiße Vlies reflektiert die Wintersonne.